Mittwoch, 17. Dezember 2008

back home......


Die letzten Tage in Californien haben wir hauptsächlich damit verbracht, das Gepack irgendwie in unsere Taschen zu stopfen... Um das zulässige Gewicht (2 x 23kg pro Person) nicht zu überschreiten, mussten einige Dinge dortbleiben... Nach einem recht kurzem Zwischenstopp in New York sind wir gestern früh wie geplant in Wien gesund und hundemüde angekommen. Das Gepäck blieb leider in New York....
Wir kämpfen noch etwas mit der Zeitverschiebung, freuen uns über Frittatensuppe, Wienerschnitzel, Schweinsbraten & Co und versuchen unsere 4000 geschossenen Fotos zumindest auf 1/4 zu reduzieren.....
Nun sind wir wieder da, mit unzählig vielen neuen Eindrücken, haben Unglaubliches erlebt und stellten fest, dass sich zu Hause überhaupt nichts geändert hat. Was uns auch überhaupt nicht stört!!
Abschließend bedanken wir uns bei allen treuen Bloglesern (noch etwas mehr bei den Kommentarschreibern....) und freuen uns auf ein baldiges Wiedersehen. Und aus....... Lisa & Matthias

Dienstag, 9. Dezember 2008

Nur noch 5 Tage.....

Die Zeit vergeht wie im Flug – morgen früh geht’s schon wieder Richtung Kalifornien, wo uns bis zu unserem Heimflug auch nur mehr 4 Tage bleiben. Im Laufe der letzten Woche erkundeten wir die Insel Maui mit dem Auto und verbrachten viel Zeit an wunderschönen Stränden. Wir verbesserten unser Beachtennis, schnorchelten mit riesigen Wasserschildkröten um die Riffe und waren seit Beginn unserer USA-Reise zum ersten Mal richtig faul. Wir ertappen uns immer wieder dabei, wie unsere Gedanken schon Richtung Heimat abschweifen und freuen uns mittlerweile schon sehr auf zu Hause
und das „normale“ Leben..….

















Sonntag, 30. November 2008

Aloha aus Maui.......

Am Freitag in aller früh haben wir unsere Reise nach Hawaii angetreten und sind mit einer Stunde Verspätung und einem kurzen Zwischenstopp in Honolulu auf Maui angekommen. Das von unseren „Gasteltern“ gebuchte Appartement ist mit allen erdenklichen Elektrogeräten und Geschirr ausgestattet, liegt direkt in Kihei und wir genießen vom Balkon einen herrlichen Blick aufs Meer. Das Wasser ist angenehm war, die Strände sehr gepflegt und die Insel scheint von der Natur her einiges zu bieten (Regenwälder, Wasserfälle, 3000m hohe Berge, Vulkankrater,etc.). Ab Mittwoch werden wir die Gegend mit dem Mietauto erkunden, bis dorthin verbringen wir die Tage vor unserem Appartement am Strand oder fahren mit dem Bus. Einen Schnorchelausflug haben wir gebucht und ansonsten kann man sich alle erdenklichen Wassersportgeräte ausborgen. Wir versuchen die Tage so gut es geht zu nutzen, d.h. es wird früh aufgestanden, da es auch hier schon um 17:30 Uhr dunkel wird. Die Zeitverschiebung nach Hause beträgt nun schon 11 Stunden….







Montag, 24. November 2008

Ein lachendes und ein weinendes Auge.....

Nachdem wir die letzte Woche eigentlich nichts anderes getan haben, als auf potentielle Käufer für unser Wohnmobil zu warten, und sich der Andrang trotz der ursprünglich vielen Interessenten in Grenzen hielt, waren wir bis gestern Nachmittag schon frustriert. Es wird um 17 Uhr schon finster, und außer fernsehen, laufen, essen und auf Anrufe wartend aufs Handy starren ist nicht viel passiert. Doch dann ging es sehr schnell. Ein Ehepaar aus der Umgebung kam schauen, eine kurze Probefahrt und heute Mittag waren wir um $ 5000 reicher, aber auch unseren geliebten Toyota wieder los. Genau die Summe haben wir im Juli dafür bezahlt. Nach all den nötigen Reparaturen, inklusive der Versicherung und des aktuellen Wechselkurses hat uns dieses Fahrzeug für die letzten 4 Monate und die gefahrenen 23.323Km genau € 88,- gekostet....So können wir nun die verbleibende Zeit viel besser genießen, werden die nächsten zwei Tage Ausflüge mit einem Mietauto in der Gegend unternehmen, Donnerstag bei Freunden unserer „Gasteltern“ Thanksgiving feiern und am Freitag die Reise nach Hawaii antreten…..

Dienstag, 18. November 2008

Die letzten Tage in den Bergen...

Am Mittwoch sind wir wie geplant, nachdem wir unser Wohnmobil den Berg raufquälten, im Sequoia Nationalpark angekommen. Wir haben die Wettervorhersagen genauestens verfolgt und uns wurde versichert, dass es bis Sonntag keinen Schnee geben sollte. Dennoch mussten wir schnell unsere Flipflops und kurze Hosen gegen den Kapuzenpulli und Bergschuhe tauschen – es hat zwar bis zu unserer Abreise nie geschneit, dennoch lag an schattigen Stellen recht viel Schnee. Wir spazierten durch den Wald, mit den für den Park berühmten, riesigen (80m hohen / 11 m Durchmesser) Sequoia-Bäumen. Im gesamten Park waren schon fast alle Einrichtungen geschlossen und wir verbrachten die eisig kalte Nacht mit 3 anderen Campern auf dem einzig geöffneten Campingplatz. Am nächsten Morgen unternahmen wir eine herrliche Wanderung zu einem auf fast 3000m gelegenen Gebirgssee. Beim Losgehen machten wir uns noch über 2 Wanderer lustig, die mit Schneeschuhen ausgerüstet den gleichen Weg in Angriff nahmen. Das Lachen verging uns, als wir die letzten 2/3 des Weges durch tiefen Schnee stapfen mussten. Die Anstrengung zahlte sich aber vollkommen aus….
Am Freitag fuhren wir am Vormittag noch durch den Kings Canyon Nationalpark und kamen bereits am frühen Nachmittag im Yosemite an. Dieser war bei weitem nicht mehr so überfüllt wie im Juli, aber dennoch für diese Jahreszeit sehr gut besucht. Als Matthias im Stockdunkeln mit dem Feuermachen beschäftigt war, bewegte sich hinter ihm ein großer dunkler, schwarzer Fleck. Es war ein Braunbär, keine 5m von uns entfernt…. Er ergriff aber leider sofort die Flucht, als wir ihm mit der Taschenlampe ins Gesicht leuchteten.
Am nächsten Morgen wanderten wir zum letzten Mal und sahen das herrliche Panorama über dem Yosemite Valley. Am Abend machten wir uns auf den Heimweg und sind nach 6 Stunden fahrt hundemüde in Bodega angekommen.

Nach 116 Tagen, 23.323 gefahrenen Kilometern, 2.910 getankten Litern, 3.567 geschossenen Fotos, 25 besuchten Bundesstaaten und tausender neuer Eindrücke von diesem wunderschönen, endlos weitem Land, waren wir wieder dort, wo unsere ganze Reise am 23. Juli begonnen hat.
Die letzten 3 Tage haben wir das Wohnmobil für den Verkauf fitgemacht, und warten nun auf Kaufinteressenten. Bis zu unserem abschließendem Urlaub auf Hawaii (28.11 - 10.12) werden wir die Tage eher ruhig verbringen und das feste Dach über dem Kopf genießen.











Dienstag, 11. November 2008

Zurück in Kalifornien.....

Am Samstag sind wir nach einer langen Fahrt recht müde in Phoenix bei Judy und Jack Hall (ehemaliger Basketballtrainer in Traiskirchen) angekommen. Das gesamte Wochenende verbrachten wir sehr ruhig und haben außer Essen (Steaks, amerikanisches Frühstück, selbstgebackene Cookies…) Schlafen und Faulenzen nicht viel gemacht.
Nachdem wir am Montagmorgen noch unseren Wassertank aufgefüllt haben sind wir Richtung Kalifornien aufgebrochen. Die Nacht verbrachten wir illegal (aber dafür gratis) parkend vor dem Visitor Center des Joshua Tree National Park. Heute durchquerten wir diesen herrlichen Nationalpark mit etlichen Zwischenstopps und befinden uns nun schon wieder auf dem Weg Richtung Norden. Eigentlich hatten wir den Death Valley National Park als nächstes Ziel ins Auge gefasst, doch da dieser uns den großen Umweg nicht wert scheint, werden wir die letzten Tage ausschließlich in den Bergen im Sequoia Nationalpark und, wenn es das Wetter zulässt (Kälte, Schnee), noch mal im Yosemite verbringen. Bei unserem ersten Besuch (Mitte Juli) war dieser für unseren Geschmack von zu vielen Touristen überfüllt, und wir wollen unsere Reise in diesem, von der Natur her zu den schönsten zählenden Park, in Ruhe ausklingen lassen.
Nach knapp 14.000 Meilen und 3 vergangenen Monaten sind wir nun wieder nach 24 weiteren von uns besuchten Bundesstaaten in Kalifornien eingefahren. Es ist angenehm, dass wir nun – solange wir nicht den Mund aufmachen - auf Grund unserer Nummerntafel, nicht mehr als Fremde identifiziert werden können. Unsere Lebensmittelvorräte gehen dem Ende zu und bei jedem Einkauf überlegen wir gut, was wir auf den maximal noch 8 verbleibenden Tagen wirklich noch brauchen. Mittlerweile hängt auch ein „For Sale“-Schild mit unserer Telefonnummer auf dem Wohnmobil, und wir sind gespannt wann die ersten Drohanrufe wegen Behinderung des Verkehrsflusses einlangen.


Freitag, 7. November 2008

Berge, Kälte und Betrug.....

Da unsere Blasen von den letzten Wanderungen schon wieder verheilt waren, erklommen wir am Dienstag wieder bei herrlichem Wetter den Guadalupe Peak – den höchsten Berg von Texas. Wiedermal hielten wir nach Bären und Mountain-Lions Ausschau, hatten diesmal aber kein Glück. Am Abend versuchten wir via Internet und Fernseher mit Hilfe unseres noch kaum verwendeten, Flugzeuglärm erzeugenden Generators die Entscheidung der Präsidentschaftswahl mitzuverfolgen. Erst spät nachts erfuhren wir über die ORF-Homepage, dass Obama klar gewonnen hat. Obwohl wir im Laufe unserer Reise fast ausschließlich Obama-Anhänger getroffen haben, waren wir zu diesem Zeitpunkt mit Texas gerade in einer Republikaner-Hochburg, sodass sich der Jubel am nächsten Tag in Grenzen hielt.
In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch konnten wir aufgrund von starken Windböen, die unseren armen Toyota schwer durchrüttelten, kaum schlafen. Als wir dann am nächsten Morgen zu einer weiteren Wanderung aufbrechen wollten, sagten wir diese kurzfristig ab, da wir es in einer Linkskurve, gemeinsam mit einer unglaublich starken Windböe, beinahe geschafft hätten, nur mehr auf 2 Rädern zu fahren. Wir fuhren weiter Richtung New Mexiko, wo der Wind langsam nachließ, und besuchten die in allen Reiseführern angepriesenen, aber wenig aufregenden Carlsbad Caverns (angeblich die größten Höhlen weit und breit). Den restlichen Tag verbrachten wir mit Fahren und erreichten erst bei Finsternis und eisiger Kälte einen Walmart Parkplatz auf 2000m Seehöhe. Wir wollten dort am nächsten Morgen eine weitere Wanderung unternehmen, ein Blick ins Internet sollte uns diesen Abend und die Pläne für den nächsten Tag allerdings schnell verderben. Nichts ahnend kontrollierten wir den Stand unseres amerikanischen Kontos, und es hat uns der Schlag getroffen. Es fehlten mehr als $ 2000,- !!!!!, da irgendjemand seit Mitte Oktober täglich bis zu $ 125,- bei diversen Tankstellen in Kalifornien mit unserer Kreditkarte zahlte. Wir ließen noch am selben Abend die Karte sperren. Mit einem kurzen Zwischenstopp beim White Sands National Monument (oft als Filmkulisse für diverse Wüstenszenen verwendet), rasten (50 Meilen/Stunde) wir früh morgens zur nächsten Filiale der Bank of Amerika und nahmen uns fest vor, die Bank ohne unser Geld nicht zu mehr zu verlassen. Glücklicherweise wurden wir sofort von einer netten Bankangestellten beruhigt, und uns wurde versichert, dass wir die $ 2000.- bereits am nächsten Tag zurückbekommen. Offensichtlich hat irgendein ….. unsere Karte zu Beginn unserer Reise in Kalifornien kopiert und damit täglich Tankgutscheine gekauft, die er dann schnell zu Geld machen konnte. Uns wurde gesagt, dass wir nicht ersten Opfer sind.
Mit dem Schrecken davongekommen traten wir erst heute die geplante Wanderung in New Mexiko an. Zuvor nächtigten wir bei einem Gratis-Campingplatz auf 2200 m Seehöhe – etwas gespenstisch, stockfinster, kein Mensch weit und breit, ein rauschender Bach und die ersten Minusgrade. Unseren ersten 3000er bezwungen, befinden wir uns nun etwas geschlaucht auf der Fahrt Richtung Arizona, wo wir morgen in Phoenix einen Bekannten besuchen werden.
Die verkaufsfördernden Maßnahmen für den Toyota laufen nahezu perfekt - bereits 10 Interessenten wollen schauen kommen. Der Toyota rennt noch immer wie ein Glöckerl, dennoch hoffen wir inständig, dass auf den verbleibenden 2000 Meilen nichts Gröberes mehr passiert.